Quelle:
Kreis -Anzeiger (wa) vom 16.09.2008
Keinen Hehl aus ihrem Ärger über die Stadt Nidda machten gestern Morgen die Anlieger des Storchwegs und der Göbelgasse in Eichelsdorf.
Dort fingen die Kanalbauarbeiten des ZOV an. Damit einher gehen die Erneuerung der Wasserleitungen und die Sanierung der Fahrbahndecke. Laut Straßenbeitragssatzung der Stadt Nidda werden die Anlieger wie in der Bürgerstraße in Fauerbach und der Hintergasse in Unter-Widdersheim (der Kreis-Anzeiger berichtete) an den Kosten beteiligt. Dagegen wehren sich die Betroffenen, die sich zu diesem Zweck zur "Bürgerinitiative gegen die Straßensanierung Göbelgasse und Storchweg" formiert haben. Die Initiative, deren Sprecher der Arzt für Allgemeinmedizin Wieland Sprengel-Gunkel ist, kritisiert die Informationspolitik und das Verhalten der Stadt Nidda (siehe hierzu Leserbrief auf der nächsten Seite). Die Anlieger sehen aufgrund der hohen Kosten, die auf sie zukommen, ihre Existenz bedroht und fühlen sich mit ihren Sorgen und Nöten alleingelassen. Deutliche Worte fand Corinna Höpp, die in der Göbelgasse wohnt. "Die Stadt Nidda sollte sparsam haushalten. Vielleicht kulturelle Dinge oder den Sauna-Neubau zurückstellen." Immer wieder nehme die Stadt Nidda die Hilfe der Bürger etwa beim Bau von Bürgerhäusern und Trauerhallen in Anspruch. "Dieses Engagement lässt sicher nach, wenn die Bürger so schlecht behandelt werden", war am Rande der Protestaktion zu hören. Unterstützung erhielten die Anlieger von weiteren Eichelsdorfer Bürgern, die ihre Solidarität bekundeten.



